Indiana Jones 4 Kritik
Mai 29th, 2008Schon vor der offiziellen Premiere hagelte es für den neuesten Indy Teil schlechte Kritiken. Eigentlich war das klar, denn die Erwartungshaltung bei einem solchen Film ist enorm hoch und dennoch wird sich jeder den Film trotzdem im Kino ansehen, Eintritt zahlen und sich dann sein ganz eigenes Urteil bilden.
Genau das hat auch die Wimmerkiste getan und könnte nun den ganzen Streifen rund um Harrison Ford windelweich klopfen. Ford überlebt eine Atombombenexplosion in einem Kühlschrank, welcher zudem 15 Kilometer durch die Wüste Nevadas geschleudert wird und muss dieses Abenteuer ohne seinen Filmvater Sean Connery überstehen.
Leider sieht man auch seine Freunde Marcus Brody und Sallah nicht mehr. Dafür wird aber im neuesten Streich von Spielberg und Lucas gegen Russen gekämpft und Indy ist mittlerweile selbst Vater eines Sohnes, welcher ebenso ein Draufgänger wie Indy sein will.
So ist die Story schnell wie ein Flitzebogen und überspannt nicht nur einmal die Zeit für eine Actioneinlage. Normal geht eine Verfolgungsjagd in einem Film rasant um ein paar Häuserblocks, bei Indy 4 geht sie gefühlt durch den ganzen Wald entlang des Amazonas. Somit kommt wirkliche Langeweile beim x-ten Sprung von Jeep zu Jeep auf und man erinnert sich an die Waldhatz aus Star Wars.
Ebenso wurde beim Film nicht wie versprochen darauf geachtet möglichst wenig digitale Effekte einzubauen. Indy 4 versucht zwar diese Effekte zu kaschieren, doch allein das UFO!!! setzt dem ganzen Treibe die Krone auf. Aliens, Inkas, unglaublich dämlich akrobatische Stunts, Lichteffekte und ziemlich abstruse Actioneinlagen machen diesen Indy Film mehr zu einer lustigen Comicausgabe der Reihe.
Da springt die neue Familie Jones mit einem Jeep eine supersteile Klippe mit Vollgas runter, landet auf einem riesigen Ast, welcher dann nachgibt und das Auto sicher auf dem Fluss absetzt. Sozusagen ein natürlicher Fahrstuhl, welcher nicht unbdingt witzig rüberkommt.
Der ganze Plot ist vollgepackt mit abstrusen Ideen und erinnert mitunter an “Das Vermächtnis der Tempelritter“. Leider macht Nicholas Cage nur nicht halb soviel falsch und schlecht wie der neue Indy Streifen.
Positives? Der Soundtrack ist sauber, Harrison Ford kann immer noch zwinkern und draufhauen und man sieht in einer einzigen Szene Sean Connery auf einem Foto auf Indys Schreibtisch. Es ist die einzige Szene im ganzen Film, Marcus Brody wird auch gezigt, welche dem Zuschauer das gute Gefühl gibt in einem Indiana Jones Film zu sein. Der Rest ist eigentlich nicht das Popcorn wert und wird einzig und allein durch die strake Marke “Indiana Jones” und ihren Hauptdarsteller Ford wettgemacht.
UFOS im Indy Film! TZZZZZZ! Setzen - 6!


